Viele versuchen, Klarheit zu finden, während ihr System angespannt ist.
Sie denken nach, analysieren, sprechen, planen – und merken gleichzeitig, dass sie keinen Zugang zu dem finden, was in ihnen eigentlich passiert.
Es fühlt sich an wie ein innerer Nebel: Man spürt, dass etwas nicht stimmt, aber man kommt nicht an die Stelle heran, die sich melden will.
Der entscheidende Punkt ist oft unscheinbar:
Der Körper befindet sich in einem Zustand, der Wahrnehmung kaum zulässt.
Anspannung macht den Kontakt nach innen leise.
Und solange dieser Kontakt fehlt, bleibt auch die innere Orientierung unscharf.
Entspannung ist deshalb nicht optional.
Sie ist die Grundlage dafür, dass Selbstwahrnehmung überhaupt möglich wird.
Wie Anspannung den Kontakt nach innen blockiert
Wenn der Körper im Funktionsmodus ist, wird die Wahrnehmung auf das Außen gerichtet: auf Aufgaben, Anforderungen, Erwartungen, Abläufe.
Dieser Zustand ist praktisch – aber er ist nicht geeignet, um sich selbst zu spüren.
Der Körper reduziert in solchen Momenten den inneren Fokus.
Signale wie Bedürfnisse, Gefühle oder Grenzen werden nicht gelöscht, aber gedämpft.
Es ist, als würde etwas in einem sprechen, aber die Lautstärke ist zu niedrig, um es zu verstehen.
Viele Menschen erleben das als diffuse Unruhe, als Getriebenheit oder als das Gefühl, dauernd „drüberzubügeln“.
Manchmal merkt man erst beim Innehalten, wie erschöpft man eigentlich ist – oder wie viel man übergangen hat.
Was echte Entspannung wirklich bedeutet
Entspannung ist nicht Wellness.
Nicht Abschalten.
Nicht ein Moment auf der Couch mit Netflix, der irgendwie schnell vorbei ist.
Entspannung ist ein innerer Zustand, in dem das Nervensystem herunterfährt, die Atmung tiefer wird und der Körper aufhört, mit Anspannung gegen die Welt zu arbeiten.
Erst dann entsteht Raum für Wahrnehmung.
Dieser Zustand fühlt sich nicht spektakulär an.
Er ist leise.
Er schafft eine innere Weite, in der wieder spürbar wird, was davor überlagert war.
Entspannung ist das Gegenteil von Flucht.
Sie ist die Rückkehr in einen Zustand, in dem man überhaupt die Chance hat, sich selbst ernst zu nehmen.
Warum Bedürfnisse erst in der Entspannung auftauchen
Bedürfnisse sind leise Informationen.
Sie zeigen sich nicht als Impulse, sondern als Körpersignale: ein Ziehen, eine Schwere, ein Bedürfnis nach Ruhe, ein Impuls zur Bewegung, ein Wunsch nach Nähe, ein Grenzgefühl.
Doch solange das System angespannt ist, drückt die Spannung alles andere weg.
Man funktioniert weiter, ohne wirklich zu merken, was innen los ist.
Sobald der Körper loslässt, geschieht etwas anderes:
Die innere Stimme wird wieder hörbar.
Sie ist nicht neu – sie war nur übertönt.
In der Entspannung zeigen sich Bedürfnisse oft ganz selbstverständlich.
Nicht dramatisch, nicht laut, sondern klar.
Der Kampf zwischen Körper und Kopf
Viele Menschen kennen diesen inneren Konflikt:
Der Körper möchte loslassen, runterfahren, atmen.
Der Kopf möchte weitermachen, funktionieren, etwas leisten.
Anspannung fühlt sich dann wie Notwendigkeit an, obwohl sie eigentlich ein Hindernis ist.
Der Kopf versucht Kontrolle zu erzeugen, weil die innere Orientierung fehlt.
Doch genau diese Orientierung kommt erst zurück, wenn der Körper entspannen darf.
Entspannung ist deshalb kein „Tun“, sondern ein Aufhören.
Ein Erlauben.
Eine Haltung, die innere Räume öffnet, ohne dass man etwas erklären muss.
Wie Entspannung wieder zugänglich wird
Die innere Verbindung stellt sich selten her, indem man darüber nachdenkt.
Sie entsteht über den Körper selbst – über Empfindungen, Atemrhythmen und kleine Signale, die zeigen: Hier bin ich, und das fühlt sich gerade stimmig an.
Es geht nicht darum, etwas Besonderes zu erreichen.
Es geht darum, wieder Kontakt aufzubauen.
Zu dem, was in einem lebendig ist.
Dieser Kontakt ist die Grundlage für jede Form von Klarheit.
Wie Embodied Coaching unterstützt
Embodied Coaching setzt nicht beim Denken an, sondern bei der Wahrnehmung.
Es hilft, wieder an den Punkt zu gelangen, an dem innere Signale überhaupt auftauchen dürfen.
In der Arbeit werden Körperempfindungen klarer:
Wie fühlt sich eine Entscheidung an?
Welche Grenze macht sich bemerkbar?
Wo zeigt sich eine innere Bewegung?
Diese Informationen sind präzise – viel präziser als Gedanken.
Sie bieten Orientierung, ohne dass man etwas intellektuell verstehen muss.
Wenn der Körper entspannter wird, entsteht ein Raum, in dem Bedürfnisse sichtbar werden.
Und genau dann kann man auf sie reagieren.
Wie Breathwork den Zugang nach innen öffnet
Breathwork wirkt oft wie eine Abkürzung in die innere Verbindung.
Der Atem beeinflusst das Nervensystem unmittelbar.
Wenn die Atmung tiefer wird, entspannt sich der Körper, und der innere Raum öffnet sich.
Viele Menschen erleben nach einer Atemsession, dass sie wieder klarer spüren:
was ihnen gut tut,
was zu viel ist,
wo eine Grenze ist,
welche Richtung sich stimmig anfühlt.
Nicht, weil Breathwork neue Antworten liefert,
sondern weil es hilft, wieder in einen Zustand zu kommen,
in dem man die eigenen Antworten überhaupt wahrnehmen kann.
Entspannung ist der Anfang – nicht der Luxus
Echte Wahrnehmung entsteht nicht im Stress.
Nicht im Funktionieren.
Nicht im Denken.
Sie entsteht dort, wo der Körper loslassen darf.
In diesem Zustand werden Bedürfnisse hörbar, Präsenz wird möglich, Entscheidungen werden klarer und die innere Orientierung stabiler.
Entspannung ist keine Belohnung.
Sie ist die Voraussetzung dafür, dass man sich selbst überhaupt erreichen kann.
Wenn du spüren möchtest, wie es sich anfühlt, wieder mit dir selbst in Kontakt zu kommen –
ruhig, klar und ohne Druck – kann Embodied Coaching oder Breathwork ein guter Weg sein.
Wenn du magst, schreib mir gern – oder sichere dir direkt deinen Infotermin.
Unverbindlich. Persönlich. Klar.
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